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Gebäudehülle

Einem Gebäude muss man in der Heizperiode immer nur genau die Wärmemenge hinzufügen, die durch die Gebäudehülle verloren geht. Folglich kommt es also auf Wände, Fenster, Dach und Dämmstoffe an, die von bester Qualität sein müssen. Weiterhin müssen vom Planer solche Konstruktionen erarbeitet werden, die weitgehend wärmebrückenfrei und fugenlos sind. Die Anforderungen reichen von einem durchdachten Anschluss der Sparren ans Mauerwerk bis zum Fenstereinbau mit Dichtband in einer Laibung mit An­schlag. Wer als Architekt diese Aufgabe mit
Bravour erledigen möchte, hat es zunächst nicht ganz leicht: Denn für das energiesparende und öko­logische Bauen gibt es keinerlei ein­deutige Definitionen. Nachvollziehbar ist, dass ein Konzept nur dann eine Chance hat, wenn es leicht zu begreifen und einfach umzusetzen ist. Deshalb reduzieren wir unser Energieeinsparkonzept zunächst aufs Energiesparen. Erst in einem zweiten Schritt, wenn alle Einsparpotenziale ausgeschöpft sind, denken wir über alternative Energiegewinnung nach. Doch soweit ist es noch nicht.

Die Zusammenarbeit von Architekt und Hand­werkern muss optimiert werden

Viele Bauschäden entstehen, weil die am Bau Beteiligten nicht richtig miteinander kommuniziert haben.

Beispiel: Auf einem planebenen LIAPLAN-Mauerwerk muss der Innenputz nur 5 mm dünn aufgezogen werden. Wenn nun der Elektriker routinemäßig seine Leerdosen einen Zentimeter über das Rohbaumauerwerk herausstehen lässt – weil er es immer so macht – und der Verputzer den Putz dann ebenfalls – wie fast immer – einen Zentimeter dick aufträgt, entstehen Mehrkosten am Bau, die nicht kalkuliert waren. Ein Auftraggeber könnte weiterhin zu Recht monieren, dass durch den dickeren Putz Wohn­fläche verloren geht und er das Gebäude nicht zum kalkulierten Preis verkaufen oder vermieten kann.

Es ist ein doppelter – finanzieller – Schaden eingetreten. Hätte der bau­leitende Architekt den Elektriker darauf hingewiesen, dass LIAPLAN-Mauerwerk nur 5 mm dünn verputzt wird und die Leerdosen entsprechend zu setzen sind, wäre es nicht zum Schadensfall gekommen.

Jeder Baupraktiker wird eine Reihe von weiteren Fehlern und Miss­ver­ständnissen kennen, die ausschließ­lich auf eine unzureichende Kommunikation und Zusammen­arbeit zurückzuführen sind.

Das Ziel muss es gerade beim energiesparenden Bauen sein, die Zu­sammenarbeit so weit zu optimieren, dass so gut wie keine Bauschäden mehr auftreten. Zum Vorteil für alle. Der Architekt muss dazu aber wissen, wie schwierig es manchmal ist, ein kompliziertes Detail richtig auszuführen, ein Handwerker muss die Nachteile von Wärmebrücken richtig einschätzen können.


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