Wärmebrücken reduzieren
Nun geht es an die Feinheiten. Bei einem Haus, das mit geringstem Heizenergiebedarf auskommt, fallen bereits kleinste Ausführungsfehler extrem schwer ins Gewicht.
Beispiel: Bei einem alten Einfamilienhaus mit einem jährlichen Heizölbedarf von 4.000 l ist eine Schwachstelle in der Gebäudehülle, die beispielsweise 50 l Heizöl zusätzlich kostet, nicht besonders zu spüren. Beim „EnergieEinsparHaus.60“, das mit rund 500 l Heizöl pro Jahr auskommt, würde eine solche Schwachstelle alleine 10% des Heizwärmebedarfs ausmachen. So gehört zum Konzept „EnergieEinsparHaus.60“, dass mögliche Schwachstellen in der Gebäudehülle erkannt und entfernt werden. Dazu zählen vor allem Wärmebrücken, deren Anzahl schon in der Planungsphase reduziert werden können.
Wärmebrücken sind Bereiche in der Gebäudehülle, die eine schlechtere Wärmedämmung haben als direkt angrenzende Bauteile. Zum Beispiel ungedämmte Betonstürze, Installationsschlitze in Außenwänden, schlechte Rollladenkästen, unzureichend gedämmte Deckenauflager, Mörtelfugen in konventionellem Mauerwerk und ungedämmte Balkonplatten.
Wärmebrücken können auch im Laufe der Zeit entstehen. Wenn zum Beispiel in der Dachdämmung eine undichte, luftdurchlässige Fuge bleibt, kann dort die Luft entweichen. Sie kühlt ab, Tauwasser fällt aus und die Dämmung wird nass. Folge: Die Dämmwirkung verschlechtert sich immer mehr.
Besonders wärmebrückenanfällig sind die Anschlüsse der Fenster an Mauerwerk, Fensterbänke und Rollladenkästen. Lösung: Eine Laibung aus Anschlagsteinen vermeidet dort Wärmebrücken.
Berechnung Wärmebrückendetails
Ausführliche Detailinformationen zur "Wärmebrückenberechnung" finden Sie hier.
